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Programmatic Advertising

Growing Programmatic – Das waren die Trends auf der dmexco 2017

Wie sieht eigentlich die Online-Welt der Zukunft aus? Das Thema auf der diesjährigen dmexco in Köln war ganz klar – PROGRAMMATIC. Ob Publishing-Netzwerke, Unternehmen oder Agenturen, viele setzen auf das Thema des „Programmatic Advertising“. Doch was steckt genau dahinter? Wir haben uns auf der dmexco einmal umgeschaut und spannende Gespräche geführt – gerade, da das Thema „Programmatic“ nicht ganz neu ist.

 

von Kathrin Eubisch
CMO und Content Marketing Managerin Evernine Group

 

ÜberProgrammatic Advertisingoder Programmatische Werbung redet aktuell jeder – auch auf der dmexco. Doch nur die Wenigsten wissen, was dahinter steckt. Im Grunde bezeichnet „Programmatic“ den vollautomatischen und individualisierten Handel von Werbeflächen und Displayanzeigen und deren Ausspielung in Echtzeit. Dabei werden Banner auf Basis der vorliegenden Nutzerdaten gezielt auf Buyer Personas ausgeliefert. Innerhalb kürzester Zeit erfolgt die Überprüfung der Anzeigen-Relevanz für den jeweiligen User, und der Höchstbietende erhält den Zuschlag für den Anzeigenplatz.

 

Aktuell wird allerdings noch zu oft der Begriff Programmatic Advertising als Synonym für den Begriff Real Time Bidding(RTB) verwendet. RTB stellt dabei den Auktionsteil der Buchung dar, in dem die gleichberechtigten Bieter auf einer Plattform um den präferierten Anzeigenplatz bieten. Im Programmatic Advertising spricht man in diesem Fall von einer Open Auction. Somit kann RTB ein Teil des Programmatic Advertising sein, muss aber nicht zwingend im Prozess vorkommen.

 

Growing Programmatic – The Future of Digital Advertising. (Bild: plista)

Auf der dmexco haben wir unsere Publishing-Partner Outbrain und plista besucht und erfahren, dass auch sie vermehrt auf die programmatische Anzeigenbuchung setzen. Warum? Der größte Vorteil ist hier wohl die Effizienz, heißt es. Durch die genaue Zielgruppendefinitionund die zusätzlichen Informationen, wo im Gesamtverlauf der sogenannten Customer Journey die größte Kaufbereitschaft besteht, werden Streuverluste minimiert. Die Werbestrategie kann so insgesamt besser umgesetzt werden. Die Anzeigen erzielen auf diese Weise eine höhere Reichweite und die Performance der Onlinekampagnen steigt – und das bei geringeren Budgets.

 

Auch das Magazin W&V hat in einem kurzen Video sehr anschaulich erklärt, was hinter Programmatic Advertising steckt. Hier reinschauen.

 

Marketing-Automatisierung – einsetzen oder nicht?!

Aber das „programmatische Werben“ ist nicht das einzige Thema, über das aktuell gesprochen wird. Die Marketing-Automatisierungist und bleibt nach wie vor aktuell. Viele Unternehmen stehen vor der Frage: einsetzen oder nicht? Vereinfachen vollautomatisierte Marketing-Tools tatsächlich die Prozesse und nehmen sie dem Marketer auch Aufgaben ab? Oder sind sie doch zu kompliziert für eine schnelle Integration in die bestehende Unternehmenskommunikation?

 

Hier antwortet jeder anders. Sicherlich ist der Einsatz sinnvoll, aber dennoch kann man mit solch einem Tool nicht alles abdecken. Anpassungen in Echtzeit an der laufenden Kampagne sind kaum lösbar, allerdings lassen sich Leadgenerierung und die Einbindung des CRM sehr gut mit einander verbinden. Ebenso die routinierte Content-Erstellung und gleichzeitige Ausspielung von Kampagnen.

 

Auch Self-Publishing wieder im Fokus

Auch unser Kunde roastmarket setzt seit einiger Zeit auf Self-Publishing – und das mit Erfolg. (Bild: Evernine)

Und genau hier sind wir auch beim Thema„Self-Publishing“. Marketing-Automatisierung macht nur dann Sinn, wenn man ausreichend hochwertigen Content hat und diesen gerne veröffentlichen möchte – doch dazu benötigen Unternehmen ein Content-Hub.

 

Eine Plattform, auf der sie all ihre wertvollen Inhalte publizieren können. Unternehmen werden somit immer häufiger zum Self-Publisher und nutzen eigene Online-Magazine als digitale Kommunikations-Plattform. Für uns nichts Neues – wir bieten für genau diese Zwecke ebenfalls Magazine an. Jetzt mehr erfahren.

 

Natürlich kommt damit gleich die nächste Frage: Was kostet das? Statistiken belegen, dass leider noch immer der größte Teil der Marketinggelder in die klassischen Werbemittel fließt, etwa Verlag, Broadcasting oder Print.

 

Der Großteil der Unternehmen steuert somit an digitalem Advertisingvorbei, denn neben den klassischen Werbemitteln wird zunehmend viel zu viel Budget für die Produktion ausgegeben. Es werden dann bspw. hochwertige Videos und Filme produziert, allerdings ist am Ende meist kein Geld mehr übrig, um sie zu verbreiten. Und dieses Umdenken wird mit Sicherheit noch viel Zeit benötigen.

 

Unsere Kollegen von MyBusinessFuture haben sich gemeinsam mit unserem Marketing-Team den Trends der diesjährigen Messe noch weiter angenommen. Sie möchten mehr erfahren? Alle weiteren Informationen finden Sie in diesem Artikel. Jetzt weiterlesen.

 

Quelle Titelbild: Evernine