Wie Sie mit Content Repurposing Ihre Reichweite erhöhen und Kosten senken

Effizienzdruck im Content Marketing. Wie Sie mit Content Repurposing Ihre Reichweite erhöhen und Kosten senken

Die Möglichkeiten im Content Marketing werden durch den Einsatz von neuen Tools und insbesondere durch KI gerade im Jahr 2023 immer umfassender. Doch der Kostendruck steigt und Marketers müssen trotzdem den Spagat zwischen Ausgaben und ROI stets im Blick halten. Content Repurposing bietet ihnen dabei die Möglichkeit, Inhalte kostensparend aufzubereiten und mehr Reichweite zu erzielen. Was Content Repurposing konkret bedeutet und was hier beachtet werden muss, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Wie erreiche ich mit meinem Content eine breite Zielgruppe bei gleichzeitig möglichst effizientem Einsatz meines Marketing-Budgets? Vor dieser Frage stehen viele Marketers. Schließlich sehen laut dem Marketing Strategy & Trends Report 2023 von HubSpot 70 Prozent der Befragten die größte Herausforderung in der Sicherstellung des notwendigen Budgets, 69 Prozent haben den Ausbau ihrer Reichweite durch E-Mail-Marketing-Maßnahmen und Social Media im Fokus.

 

Den dafür notwendigen Content zu produzieren und auszuspielen ist allerdings teuer, daher verbreiten 6 von 10 Marketers dieselben Inhalte unverändert auf mehreren Plattformen, um so die nötige Reichweite zu erzielen. Dadurch nutzen sie allerdings nicht das volle Potential, das in ihren bestehenden Contents steckt. Das Zauberwort hier lautet Content Repurposing.

 

Was bei Content Repurposing beachtet werden muss

Doch was versteht man unter Content Repurposing? Mit diesem Werkzeug werden Inhalte, die bereits über bestimmte Kanäle ausgespielt worden sind, genutzt, um neuen Content in veränderten Formaten und für andere Plattformen zu erzeugen. Marketers können so ihre Ausgaben senken und gleichzeitig qualitativ hochwertigen und wirksamen Content produzieren. Damit geht diese Strategie über die reine Aktualisierung von Beiträgen (Content Remastering) oder der Neuveröffentlichung alter Inhalte (Content Republishing) hinaus.

 

Bei der Aufbereitung der Contents sollte man aber immer an die Gewichtung und die inhaltliche Ausrichtung in den jeweiligen Kanälen denken. Während sich der Unternehmensblog etwa gut für Inhalte aus den Bereichen „Thought Leadership“ und Kundenbindung eignet, sollten auf den Social-Media-Kanälen eher Inhalte aus dem Bereich „Branding“ platziert werden. Weitere Infos dazu finden Sie auch in diesem Beitrag.

Content Repurposing
Mit Content Repurposing können bereits bestehende Inhalte für weitere Kanäle genutzt werden. Bildquelle: Adobe Stock / syahrir.

Um Content Repurposing erfolgreich zu gestalten, gilt es einige grundlegende Regeln zu beachten:

 

✏️ Adjust

 

Marketers sollten ihre Inhalte, die sie für Content Repurposing nutzen wollen, eingehend prüfen.
Sind Anpassungen notwendig, gibt es neue Informationen oder muss etwas entfernt werden?

 

✏️ Combine

 

Durch die Kombination verschiedener Inhalte lassen sich relevante Zielgruppen besser erreichen.
Können verschiedene Beiträge kombiniert werden, auch wenn sie thematisch verschieden sind?

 

✏️ Expand

 

Manche Contents können zu inhaltlich tiefgründigeren Beiträgen erweitert werden.
Welche Inhalte eignen sich dafür?

 

Aus lang mach kurz

Vor dem Content Repurposing müssen Marketers im Rahmen eines Audits überprüfen, welche Inhalte überhaupt vorhanden sind. Im Anschluss erfolgt eine erste Einschätzung der für die Bearbeitung der Contents notwendigen Ressourcen. Schließlich müssen Zielgruppen und entsprechende Kanäle analysiert werden, um Inhalte möglichst effizient ausspielen zu können.

 

Konkret eignen sich vor allem lange Beiträge, egal ob als Video, Podcast oder Text, für Content Repurposing. So kann ein langes Video in mehrere kurze Videos zerteilt und schließlich als Mini-Serie über Social Media veröffentlicht werden, oder als Micro Content in Form von Memes, GIFs oder Snippets zum Einsatz kommen. Auch ohne die bewegten Bilder eignet sich der reine Audio-Mitschnitt als Podcast-Folge. Durch intelligente Tools können zudem sowohl Videos als auch Podcasts in Text-Beiträge umgewandelt werden, ohne dafür viel Aufwand betreiben zu müssen. Auch andersherum eignen sich Texte als Grundlage für Podcasts oder Videos.

 

Zudem kann auch eine KI dabei unterstützten, die Contents für die einzelnen Kanäle zu kürzen oder leicht umzuschreiben. Wichtig ist dabei aber, dass die Contents in die Themenhaus-Logik der einzelnen Kanäle passen.

 

Feedback als Grundlage für zielgruppenorientierte Inhalte

Nach der Veröffentlichung gilt es, Contents und Kanäle anhand des Engagements in Form von Likes und Kommentaren zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren. Dieser auf der Basis des direkten Feedbacks speziell auf die Zielgruppe angepasste Content kann dann als neuer Beitrag erneut veröffentlicht werden und steigert dadurch einerseits die Reichweite, erhöht zusätzlich die Aufmerksamkeit auf den ursprünglichen Inhalt.

Zielgruppenorientierte Inhalte je Kanal
Bei der Verteilung der Contents ist es wichtig, diese auch gezielt an die jeweilige Zielgruppe je Kanal zu adressieren. Bildquelle: Adobe Stock / Karrrtinki.

Dadurch verbessert sich auch das Suchmaschinen-Ranking von Unternehmen insgesamt, da schlicht mehr Beiträge mit entsprechenden Keywords vorhanden sind und auf sie verweisen. Neben der erhöhten Reichweite und der Möglichkeit, kostensparend neue Contents zielgruppenorientiert und bei gleichbleibender Qualität verteilen zu können, bildet das einen weiteren Vorteil von Content Repurposing.

 

Die Verbesserung der Effizienz in allen Bereichen sowie der Abbau von Silos zwischen Marketing, Sales, PR und HR ist notwendig, um in herausfordernden Zeiten bestehen zu können. Die Evernine unterstützt Sie dabei, Ihre Unternehmenskommunikation agil und kosteneffizient aufzustellen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Rawpixel.com.