UX ist nicht UI

Was verstehen Unternehmen unter UX Design und was verstehen Designer unter UX Design? Oft herrschen Missverständnisse bei dieser Begrifflichkeit. Die Designer der Evernine Group wollen Klarheit schaffen und erklären den Unterschied zwischen User Experience (UX) Design und User Interface (UI) Design.

 

 

von Karoline Orboi
Grafik- & Web-Designerin Evernine Group

Eine schöne Website haben Viele, eine gute Benutzerführung haben die Wenigsten.

Das User Interface (UI) und die User Experience (UX) sind zwei verschiedene Disziplinen. Fälschlicherweise reduzieren viele die UX auf rein gestalterische Aspekte.

Der Besuch einer Website kann entweder zu Frust oder Freude führen. Gelangt man schnell ans Ziel oder werden einem Hürden in den Weg gestellt? Eine negative Kunden-Erfahrung des Website-Besuchers führt zum Verlust des Vertrauens in das Produkt und zu einer geminderten Reputation des Unternehmens.

Das User Experience Design umfasst eine ganzheitliche Betrachtungsweise auf Websites. Wie verhalten sich Nutzer unterschiedlichen Alters und von unterschiedlichen sozialen Schichten auf einer Website? User Experience Design bedeutet, Empathie für den Nutzer zu entwickeln und ein positives Erlebnis über alle Medien hinweg zu schaffen. Hier berücksichtigt man detailliert alle aufkommenden Wünsche oder Bedürfnisse eines Nutzers.

Auf einen Blick: Womit befasst sich eine UX Designer und womit ein UI Designer? (Quelle: Evernine)

Zur Gestaltung gebrauchstauglicher Systeme haben UX Designer einen bestimmten Prozess

Der UX Design Prozess ist analytisch, konzeptionell, philosophisch und psychologisch.  Diese komplexe Herangehensweise besteht aus zahlreichen Schritten. 

 

Einige Bestandteile davon sind Kunden- und Branchen-Recherche, es finden Interviews statt, man erstellt eine Informationsarchitektur, beleuchtet die Customer Journey, erstellt Wireframes und Prototypen. Erst nach Erarbeitung einer finalen Content Strategie, erfolgt die Gestaltung der Website von einem User Interface Designer.

Content first. Design last.

Ein Screendesigner erhält aus der UX-Abteilung konkrete Vorgaben zur Platzierung aller Website-Elemente. Die Aufgabe des Gestalters ist es hierbei, die Corporate Identity (CI) eines Unternehmens auf der neuen Plattform umzusetzen. Farbe, Typografie und Bildsprache werden in diesem Schritt relevant. Erkennt man in der Gestaltung des Internetauftritts die Marke wieder? Der Designer sorgt dabei für mehr als nur die Ästhetik auf der Seite. Ist es einem Nutzer zum Beispiel klar, welche Elemente auf der Website klickbar und welche statisch sind? Ein Interface-Gestalter berücksichtigt die Funktionalitäten auf allen (mobilen) Endgeräten und weist das UX Design Team auf eventuelle Schwachstellen in der Navigation oder bei interaktiven Elementen hin.

Visuelle Darstellung des Entwicklungsprozesses vom Wireframing bis zum finalen Screendesign. (Quelle: istock-Bildnachweis Seamni  + Evernine)

„Was ist der Unterschied zwischen UX und UI? Hier ist die Antwort!“

Ist die Website jetzt fertig?

Noch nicht. Nun folgt eine Analyse-Phase: Kommen von Nutzern Beschwerden? Welche Punkte weisen noch Lücken auf? Was muss weg, was soll dazu?

Fragen Sie sich als Nutzer zukünftig selbst, wenn Sie den nächsten Urlaub buchen oder online die nächste Serie anschauen: Gelange ich schnell zu dem, was mich interessiert? Ist alles intuitiv und selbsterklärend? Falls nicht, denken Sie daran, dass ein Team von UX und UI Experten dieses Problem beheben könnte.

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